Me and God – Darauf kommt es an

Die Gedanken stapeln sich in meinem Kopf und die Schubfächer sind voll mit Informationen. Ich wollte Wissen sammeln und weiter kommen. Doch stattdessen lagern die Gedanken jetzt kreuz und quer. Es ist das pure Chaos. Meine Wissenslust schwenkte aus und an jeder Ecke wurde ich mit neuen Informationen bedient. Bis ich einen Schlussstrich gezogen habe.

Sorgenkind Leben

Es begann vor knapp zwei Jahren. Meine Schwester erzählte mir auf meinem Geburtstagsausflug, von der Offenbarung, der Endzeit und was uns persönlich noch treffen könnte. Daraufhin geriet ich etwas in Panik, denn zum einen ist mir schon ewig bewusst, dass hier auf der Erde nichts mehr rund läuft. Und zum anderem machte ich mir um meine Familie und mich riesen Gedanken.

Was ist wenn morgen der große „Knall“ kommt und alles aus der Bahn wirft. Es kriselt doch jetzt bereits an jeder Ecke und es muss nur ein falscher Schritt gemacht werden und die Welt liegt in Trümmern.

Ich wollte immer die Welt retten. Egal ob im Tierschutz, als Umweltaktivistin oder einfach durch eine bewusste Lebensweise – aber gemacht habe ich nicht viel davon. Etwas weniger Plastik, faire Tierprodukte und keine Tierversuche. Meine Mitmenschen habe ich immer versucht zu aktivieren. Aber das Ergebnis ist und war immer niederschmetternd – alle sehen die Fehler aber aus ihrer gewohnten Routine wollen sie auch nicht ausbrechen.

Aber meine Versuche sind immer zu wenig. Zu tief sitzt die Routine im Alltag und der tägliche Überlebenswahnsinn. Zusätzlich habe ich Gott nie richtig kennengelernt, was ich immer im Herzen hatte. Aber da war die Schule, die Arbeit, die Beziehung, die Kinder, der Haushalt und, und, und.

Mit der Panik, in die mich meine Schwester versetzt hatte, kam auch die Sorge, dass ich vor Gott komplett durchgefallen bin. Auf meiner Liste stehen nicht wirklich viele gute Taten, nicht dass ich es nicht wollte aber es hat sich auch nicht ergeben. Mein Leben und ich sind eher das pure Chaos.

Wissenshunger vs. Reizüberflutung

In diesem Chaos, der Panik und finanzieller & persönlicher Unsicherheit, hat mich das Feuer zu Gott gepackt.

Ich wollte es endlich wissen. Gott kennenlernen und entdecken. Dabei habe ich mir von überall Informationen gesammelt. Ich habe die Bibel zu Ende gelesen. Ich habe Bücher und Filme gesehen. Ich habe freie Gemeinden getestet. Online Predigten, christliche Musik, Youtube Videos und Erfahrungsberichte verschlungen. Nebenbei  rutschte ich dann noch in die Szene der Weltenkritiker, Verschwörungstheoretiker und Weltenverbesser.

Das Ergebnis?

Mit meiner Sehnsucht und meinem Wissenshunger haben mich in eine absolute Reizüberflutung gestürzt. Ich wollte alles wissen, einen neune Blick erhalten und durch mein Verhalten gutes bewirken. Aber jetzt zwei Jahre später merke ich, dass es zu viel war. Ich habe keinen Überblick mehr. Welche Meinung und welche Einstellung stimmt wirklich? Viele Religionen, Uneinigkeit unter Christen und Widersprüche! Was hilft mir wirklich? Ich weiß es nicht mehr!

Me & God

Also bin ich gefallen. Dieses Chaos zieht sich durch meine Gedanken, meine Gefühle, meine Reaktionen, mein finanzielle Lage, meine Beziehungen – einfach durch das ganze Leben.

An diesem Tiefpunkt habe ich eingesehen, dass ich immer alles von außen über Gott wissen wollte. Aber wie oft habe ich mich in der Zeit in Ruhe zu Gott gewendet? Selten, denn es ist einfach so verlockend die ganzen Berichte und Videos zu schauen. Natürlich nutzt Gott diese Medien und das hilft sehr, sehr vielen Menschen. Auch ich möchte diesen Blog als Medium dafür verwenden. Aber ich wollte zu viel Wissenshunger stillen 🙂

Deshalb habe ich einen riesen Cut gemacht. Für mich steht jetzt die Beziehung zwischen Gott und mir im Mittelpunkt. Mit vielen Themen befasse ich mich jetzt nicht mehr. Ich denke zur richtigen Zeit wird Gott mir meinen Auftrag, eine Aufgabe und etwas Gutes geben. Ich habe selber genug versucht und jetzt keine Lust mehr. Also werde ich den Weg mit Gott in Angriff nehmen und Euch aktiv daran teil haben lassen. Ich denke es gibt viele denen geht es ähnlich und vielleicht können wir uns zusammen tun und einen gemeinsamen Weg gehen mit Gott?!

Steht Deine Beziehung zu Gott immer im Mittelpunkt oder verläufst Du Dich auch immer wieder?

be blessed, Sina

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